Wozu?

Wir leben alle in verschiedenen Bezugssystemen und in unserer hoch technisierten Welt in einer Leistungsgesellschaft, die bereits an unsere Kinder gewisse Erwartungen stellt. Wenn diese Erwartungen – aus welchen Gründen auch immer – nicht erfüllt werden, neigen wir Menschen dazu einen „Schuldigen“ zu suchen, oder zumindest eine „Erklärung“ dafür zu finden.

Mein heilpädagogisches Selbstverständnis geht davon aus, dass die Individualität jedes einzelnen Menschen eine bunte Vielfalt in unserer Gesellschaft schafft und somit Langeweile verhindert.

Für jeden Menschen gibt es die Möglichkeit seine individuellen Möglichkeiten auszuschöpfen, ich möchte Ihrem Kind und Ihnen dabei helfen Ihre Möglichkeiten zu erkennen und auszuschöpfen.

Wozu?

Der Mensch ist mit verschiedenen Sinnen, Fähig- und Fertigkeiten ausgestattet. Um die Sinne zu stärken und zu fördern, bedarf es z.B. der taktilen Förderung, d.h. dass die Wahrnehmung über die Haut spielerisch gefördert wird.

Kleine Sinneskunde

Die kinästhetische Förderung bewirkt, dass das Zusammenspiel von Körper, Raum und Zeit heilpädagogisch gefördert wird, so wird Ihr Kind sich seines Körpers bewusster und baut zunehmend Selbstbewusstsein auf.

Der vestibuläre Sinn arbeitet mit dem taktilen und kinästhetischen Sinn zusammen, so dass eine Förderung all dieser Sinne zu einer Verbesserung der Entwicklung der Fähigkeit führt, sich und seinen Körper in der Umwelt besser wahrzunehmen.

Visuelle Wahrnehmung ist Alltag für jene, die mit ihren Augen alles erfassen können und deren visuelle Wahrnehmung durch die aktive Umsetzung im Gehirn Bilder erzeugt. Eine funktionelle Störung der Augen führt schließlich zum Tragen einer Lesehilfe.

Ebenso ist das Tragen eines Hörgerätes Lebensalltag eines Menschen mit auditiver Störung und es ist dank modernster Technik für Jeden praktikabel auch bei intensiven sportlichen Hobbys, so dass der auditive Sinn weitgehend durch das Tragen eines Hörgerätes kompensiert werden kann.

Der olfaktorische Sinn ist so in unseren Alltag integriert, dass wir ihn meist unbewusst durch extrem negative oder positive Gerüche benennen können, da er Emotionen in uns auslöst. Durch die industrielle, vielfältige Fertigung von künstlichen Duftaromen können wir die Sensibilisierung manchmal verlieren.

Der gustatorische Sinn hilft uns zu unterscheiden, ob etwas süß sauer, salzig oder bitter etc. schmeckt.

Wenn all diese Sinne miteinander kommunizieren, so führt uns das zu einem positiven Selbstbild, egal welcher unserer Sinne „die Führung“ übernimmt.

Die Fähigkeiten mit unseren Sinnen sinnvoll umzugehen beziehen sich in unserem Kulturkreis hauptsächlich auf die Kulturtechniken, jeder malt, schreibt und rechnet individuell und die wenigsten Menschen können erklären warum sie dies genau auf ihre individuelle Art und Weise ausführen (z.B. die Handschrift) und nicht anders. Ziel ist es auch nicht, das Zusammenspiel zu erklären, sondern das Zusammenspiel der Sinne zu fördern, um die Kulturtechniken zu entdecken und individuell auszubilden.

Die Neurowissenschaften beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit dem Zusammenspiel verschiedener Hirnareale und können doch nur behaupten noch in den Kinderschuhen zu stecken. Das bedeutet jedoch nicht, dass nichts getan werden kann, jeder Mensch lernt individuell verschieden und meine heilpädagogische Aufgabe verstehe ich darin, für Ihr Kind den passenden Weg zu finden individuell nach seinen Möglichkeiten zu lernen. Die Fertigkeiten sind u.a. auch von der individuellen Beschaffenheit der Funktionalität des Körpers (ICF) und der Körperglieder abhängig. Niemand wird von einem Menschen ohne Gliedmaßen erwarten, dass er oder sie einen Pullover strickt, aber dieser Mensch kompensiert wahrscheinlich das Fehlen der Gliedmaßen mit einer besonderen Fähigkeit andere Menschen motivieren zu können, z.B. Nick Vujicic.

Wer weiß welche Talente in Ihrem Kind schlummern?

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